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Beim durch den Rat einstimmig beschlossenen Ratsbürgerentscheid zur Frage der "Stadtwerdung" als Voraussetzung der nachgelagerten Beantragung eines eigenen Jugendamtes haben sich die Bürgerinnen und Bürger gegen den Schritt zur mittleren kreisangehörigen Stadt entschieden. Die CDU und die CDU-Fraktion hatte sich eindeutig dafür ausgesprochen, ein eigenes Jugendamt haben zu wollen und waren deshalb willens, den Schritt zur Stadt zu gehen, der auch mehr Bürgernähe durch ein eigenes Bauamt hätte bedeuten können. Von einem eigenen Jugendamt versprachen wir uns qualitative Verbesserungen bei geringerem finanziellen Aufwand.
In dem Bewusstsein, dass die Stadtwerdung die Bürgerinnen und Bürger zutiefst bewegen wird, hatten wir uns entschlossen, diese wichtige Frage durch die Bürgerinnen und Bürger entscheiden zu lassen. Der Gesetzgeber hat uns hierzu ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt! In vielen Gesprächen sind wir in dieser Auffassung bestärkt worden: Nichts hat in der letzten Zeit unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mehr betroffen gemacht als diese Entscheidung.
Sicher haben Irritationen durch Stellungnahmen des Kreises und Desinformationen der Gegner zur Meinungsbildung beigetragen, insgesamt sind wir aber überzeugt, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger einfach nicht Stadt werden wollten. Wir haben und werden auch in Zukunft als Partei mit breiter Basis, als die Bürgerpartei in Neunkirchen-Seelscheid, den Willen der Bürger vertreten und umsetzen. Deshalb ist diese Entscheidung keine Niederlage sondern klare Richtungsvorgabe der Bürger für uns. Wir werden danach handeln.
Es kommt jetzt darauf an, mit dem Kreis die vielfach beklagten Defizite zu beseitigen, die Arbeit des Kreisjugendamtes für Neunkirchen-Seelscheid kritisch zu begleiten, um Verbesserungen für uns zu erreichen. Wir sind gespannt, ob diese durch die SPD heftig umworbene Möglichkeit umgesetzt oder auch wieder auf dem Altar von Parteiinteressen geopfert wird. Wir sind zur Kooperation im Interesse unserer schönen und liebenswerten Gemeinde bereit.
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